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Multilevel Straßensystem in Sotschi mit HAURATON Entwässerungsrinnen

Infrastrukturprojekte: Entwässerung von Straßen, Bahnsteigen & Tunnel

Unter Entwässerung von Infrastruktur versteht man das Sammeln und Ableiten des anfallenden Oberflächenwassers von Straßen, Autobahnen, Bahnhöfen und Tunnel. Dabei spielen Aspekte der Wasserwirtschaft, des Boden- und Naturschutzes und je nachdem auch der Landschaftspflege und des Städtebaus eine Rolle.

Bei der Tunnelentwässerung ist insbesondere das Brandverhalten der verwendeten Materialien entscheidend, um geforderte Brandschutzbestimmungen erfüllen zu können.

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Entwässerung von Straßen & Autobahnen

Bei der Fahrbahnentwässerung sind viele Kriterien zu beachten. Einfluss haben unter anderem die Bedingungen der Straße mit den möglichen Wasserabflüssen, die Nutzung der Straße und verschiedene Richtlinien wie beispielsweise die ZTV Ew-StB 14 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Entwässerungs­einrichtungen im Straßenbau).

Gleichzeitig sind sowohl Belastungs­anforderungen und hydraulische Kapazität zu berücksichtigen. Außerdem ist bereits bei der Planung das Entwässerungssystem der Belagsart anzupassen. Denn jede Belagsart hat ihre eigenen Herausforderungen. So müssen z. B. Entwässerungssysteme für offenporige Asphaltschichten (OPA) eine zweite Entwässerungsebene ermöglichen.

 

Was geschieht mit dem Niederschlagswasser?

Generell wird bei der Entwässerung von Straßen unterschieden, ob das Niederschlagswasser vor Ort versickert oder in eine Vorflut abgeleitet wird.

Reinigung des Niederschlagswassers

Egal für welche Art der Entwässerung man sich entscheidet, in jedem Fall ist eine Reinigung des Wasserabflusses notwendig. Das Niederschlagswasser selbst ist nicht schädlich, es werden aber Schadstoffe von den Straßen abgespült. Das können z. B. durch einen Unfall auf die Straße gelangtes Öl oder Mikroplastikpartikel aus Reifenabrieb sein. Diese müssen effektiv – beispielsweise mittels einer Oberflächenfiltration – zurückgehalten werden.

Weitere Anforderungen & Trends aus der Praxis

Überfahrbarkeit:

Entwässerungsrinnen müssen aufgrund der Befahrung durch Pkw und Lkw mindestens der Klasse D 400 entsprechen. Im Autobahnbau und auf autobahnähnlichen Straßen ist ein Trend zu höheren Klassen, E 600 und sogar F 900, zu erkennen. Denn bei der Sanierung einer Autobahn werden eventuell auch entlang der Straße liegende Entwässerungsrinnen überfahren, wenn der Verkehr vorübergehend umgeleitet wird.

Beständigkeit:

Entwässerungsrinnen müssen beständig gegen Frost und Tausalz sein.

Richtiger Einbau für optimale Sicherheit:

Mit dem richtigen Einbau der Entwässerungsrinne und der Abdeckung wird eine hohe Sicherheit erreicht. Die Wahl der richtigen Abdeckung (je nach Befahrung), kann auch die Lautstärke bei der Überfahrung reduziert werden.

Entwässerung von Bahnsteiganlagen

An Bahnsteigen müssen Entwässerungsrinnen strikte Anforderungen an Sicherheit und Funktion erfüllen.

Sicherheit

Bahnsteige werden normalerweise so gebaut, dass sie von der Bahnsteigkante zur Mitte des Bahnsteigs (Tiefpunkt) fallen. So soll verhindert werden, dass Wasser auf die elektrifizierte Strecke gelangt. Durch das Gefälle zur Plattformmitte soll außerdem verhindert werden, dass Rollstühle, Kinder­wagen, Gepäckwagen oder Ähnliches unkontrolliert zur Bahnsteigkante rollen. Mit einer schnellen Ableitung von Niederschlags­wasser wird zudem die Rutschgefahr gehemmt.

Funktion

Bei einigen Bahnsteigen kann es Beschränkungen in der Bauhöhe geben. Lineare Entwässerungssysteme in flacher Ausführung sind deshalb ideal geeignet, das Niederschlagswasser aufzunehmen und schnell abzuleiten. Bahnsteige sind oft für eine Vielzahl von Reisenden ausgelegt. Die Flächen, die an die Entwässerungssysteme anschließen, sind demnach groß und meist vollständig versiegelt. Die Niederschlagsmengen müssen sicher aufgenommen und abgeleitet werden. Außerdem sollten die eingesetzten Baumaterialien – auch Entwässerungsrinnen – nicht-leitend sein. Diese Anforderung gilt speziell für den Schutz der Reisenden. Stromführende Oberleitungen sollen im Havariefall nicht zur Gefahr für die am Bahnsteig befindlichen Personen werden.

Tunnelentwässerung

Eine wesentliche Herausforderung beim Tunnelbau und der dort eingebauten Entwässerung ist der Brandschutz. Außerdem gibt es für die Planungen einige Besonderheiten.

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Brandschutz & besondere Richtlinien

Es gibt zwei Normen, die Baustoffe nach ihrer Brenn- und Entflammbarkeit bewerten. In Deutschland gilt die DIN 4102 zum Brandverhalten von Baustoffen und -teilen. Europaweit wird auf die DIN EN 13501 zurückgegriffen.

Speziell für den Tunnelbau gelten die RABT (Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunnel) und die ZTV-ING (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Ingenieurbauten). Zum Regelwerk gehören außerdem die Richtzeichnungen für Ingenieurbauwerke (RiZ-ING).

Planerische Herausforderungen

In einer frühen Planungsphase sind die Gefällesituationen zu berücksichtigen und zu planen.

HAURATON Entwässerung Unterführung

Entscheidend sind dabei das Längs- oder Quergefälle der Straße sowie der Gradientenverlauf (Höhenlage der Straßenachse). Außerdem ist die Höhenlage der Vorfluten wichtig, denn wenn die Tunnelentwässerung tiefer liegt als z. B. Bäche oder Kanalsysteme, sind Hebeanlagen notwendig.

Für eine dauerhaft zuverlässige Entwässerung sind Anforderungen an die Beständigkeit (Frost, Tausalz, etc.) zu berücksichtigen ebenso wie die Exposition der Betongüte von Entwässerungsrinnen und deren Fundamenten. Für Entwässerungsrinnen aus Beton gelten die Expositionsklassen XC4, XD3, XF4.

    Wie finden Sie die richtige Entwässerungs­lösung für Ihr Infra­struktur­projekt?

    Sicherheit von Bahnanlagen durch nicht-leitendes Material: RECYFIX

    Produktabbildung RECYFIX PRO

    Unsere RECYFIX Entwässerungsrinnen bestehen aus einem hochwertigen Recycling-Kunststoff. Dieses Material eignet sich ideal für den Einbau in der Nähe von elektrifizierten Bahnanlagen, da es nicht-leitend ist. Deshalb sind unsere RECYFIX Rinnen in den Nennweiten 100 und 150 auch in den deutschen Bahn-Baustandards (Stand Oktober 2020) zu finden.

    Weitere Vorteile der RECYFIX Entwässerungsrinnen:

    • Stabil und bruchsicher

    • Korrosionsfrei und hoch beständig

    • Leicht im Einbau

    Nicht-brennbare FASERFIX Entwässerungs­rinnen für Tunnelbauten

    Produktabbildung FASERFIX SUPER

    Der Beton, aus dem die FASERFIX Entwässerungsrinnen bestehen, erfüllt die Vorgaben der DIN 4102 und wird als A1 (nicht brennbar) eingestuft. Im Brandfall bieten die HAURATON Entwässerungsrinnen aus Beton somit maximale Sicherheit und können das Ausbreiten von Bränden eindämmen oder verhindern.

    Unsere FASERFIX Entwässerungsrinnen sind außerdem:

    • Stabil durch Faserbewehrung

    • Dicht und rostfrei

    • Hydraulisch leistungsfähig

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